Protest gegen Trump-Musk-Gespann

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Die amerikanische Rock-Sängerin Sheryl Crow hat sich von ihrem Tesla getrennt – aus Protest gegen Präsident Musk“.

Ob man den Spruch This machine kills fascists“ auf seine Gitarre pappt, wie es Woody Gut­hrie Anfang der 1940er tat, oder ob man in einer Anti-Nazi-Mitgröhl-Num­mer laut­stark Arsch­loch“ brüllt, wie es die Ber­li­ner Punk­rock-Band Die Ärzte in ihrem 93er-Hit Schrei nach Liebe“ tat – grund­le­gende gesell­schaft­li­che und poli­ti­sche Ver­hält­nisse las­sen sich durch Pop­mu­sik wohl nicht ver­än­dern. Doch sie kann Trost spen­den, inspi­rie­ren, bekräf­ti­gen und auf­klä­ren. Und eine klare Hal­tung zei­gen – auch abseits der gro­ßen Bühne. So hat die mul­ti­in­stru­men­tale US-Rock­sän­ge­rin Sheryl Crow aus Pro­test gegen das Bestre­ben des Tech-Mil­li­ar­därs Elon Musk, staat­li­che Mit­tel für den öffent­li­chen Rund­funk zu kür­zen, ihren Tesla verkauft.

Time to Say Goodbye

Dazu pos­tet die 63-Jäh­rige mehr­fa­che Grammy-Gewin­ne­rin auf ihrem Insta­gram-Account ein Video, das zeigt, wie ihr Tesla zu Andrea Bocel­lis Time to Say Good­bye“ von einem Trans­por­ter weg­ge­fah­ren wird. Crow winkt dem Fahr­zeug lächelnd hin­ter­her und kom­men­tiert die Szene mit: Meine Eltern haben immer gesagt: Du bist, mit wem du dich abgibst. Es gibt einen Punkt, an dem man sich ent­schei­den muss, mit wem man ver­bun­den wer­den will. So long, Tesla.“ Und damit keine Zwei­fel auf­kom­men, dass diese Aktion poli­tisch zu ver­ste­hen ist, ergänzte sie: Geld gespen­det an @npr, des­sen Exis­tenz von Prä­si­dent Musk bedroht wird, in der Hoff­nung, dass die Wahr­heit wei­ter­hin ihren Weg zu denen fin­det, die die Wahr­heit wis­sen wollen.“

Tesla hat ein Image-Problem

Elon Musk wirbt für die AfD genauso wie für einen bekann­ten bri­ti­schen Rechts­extre­men, pro­vo­ziert mit einem Hit­ler­gruß und schwingt üble Nazi-Wort­witze. Damit wird der eins­tige Held der Elek­tro­mo­bi­li­tät vie­len zuneh­mend pein­lich und gefähr­lich. Akti­vis­ten rufen zum Tesla-Boy­kott auf, Flot­ten­kun­den wie Ross­mann ver­zich­ten nun lie­ber auf Tes­las und Pri­vat­kun­den distan­zie­ren sich mit Auf­kle­bern auf ihrem Tesla, die klar­ma­chen: Ich habe den gekauft, bevor wir wuss­ten, dass Elon ver­rückt ist« oder Gebraucht gekauft, kein Dol­lar an Elon“ – und zei­gen damit eben­falls Haltung…

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