Widowspeak
Roses
Widowspeak haben nie den ganz großen Hype erlebt. Seit fast zwei Jahrzehnten verfeinern Molly Hamilton und Robert Earl Thomas ihren unverwechselbaren Mix aus Dream-Pop, Americana und Indie-Rock, ohne dabei modischen Trends hinterherzulaufen. Das inzwischen siebte Album des Duos macht genau da weiter. Die Gitarre agiert gerne mit einer leichten Verrauchtheit und Velvet Underground-Anklängen und doch bewegt das New Yorker Ehepaar in einer Art Slacker-Folk-Welt mit Indieappeal. Die zehn Songs kreisen um Liebe, Erinnerung und die kleinen Momente des Alltags – nicht als große Dramen, sondern als stille Beobachtungen. „Roses“ ist kein Album, das laut um Aufmerksamkeit bittet. Es entfaltet seine Wirkung langsam, beinahe unbemerkt, und gewinnt mit jedem Durchlauf an Tiefe. Vieles erinnert musikalisch an Mazzy Star. Es ist vielleicht kein spektakuläres Meisterwerk, aber genau die Art von Album, zu der man immer wieder zurückkehrt.
Label: Capture Tracks
Veröffentlicht: 5. Juni 2026
Genre: Indie-Rock, Folk, Psychedelic









